Zivilgesellschaft zur Förderung der sozial Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen an der Schwelle zum Erwachsenenalter (CiSoTRA)

Förderinformationen

Projektkennziffer: 592154-EPP-1-2017-1-SI-EPPKA3-IPI-SOC-IN

Förderrichtlinie: KA3: Social inclusion through education, training, and youth

Projektdauer

12/2017 – 03/2021

Projektkonzept

Ausgangslage

Minderjährige Flüchtlinge geraten beim Erreichen ihres 18. Lebensjahres in eine prekäre Situation. Solange sie minderjährig sind, sind sie in das Jugendhilfesystem eingebettet und werden von pädagogischen Fachkräften meist in Kleingruppen oder Pflegefamilien unterstützt. Bei Eintritt ins Erwachsenenalter müssen sie plötzlich in eine Asylunterkunft und haben andere Ansprechpersonen. Zudem gelten für sie andere Gesetze, z. B. unterliegen sie dem formalen Asylverfahren und haben dadurch erneut einen unsicheren Aufenthaltsstatus.

Häufig sind die Zuständigkeiten und Perspektiven der Akteure in den unterschiedlichen für junge Geflüchtete zuständigen Behörden und Institutionen zu wenig abgestimmt. Ein ganzheitliches Übergangsmanagement fehlt häufig und die Qualifikation der Fachkräfte berücksichtigt zu wenig die Handlungslogiken der benachbarten Bereiche. 

Es war daher notwendig ein Handlungsmodell einer abgestimmten regionalen Inklusionspolitik aufzuzeigen sowie eine damit korrespondierende Qualifikation der Fachkräfte zu entwickeln.

Zielgruppen und deren Nutzen

Das Projekt CisoTra richtete sich an Entscheidungsträger:innen und Fachkräfte der für minderjährige und junge Geflüchtete zuständigen Politikfelder. Sie sollen sensibilisiert und angeregt werden, die besten Praktiken einer regionalen Politikfeldkoordination und Maßnahmenplanung zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Dadurch wird die Lage der jungen Geflüchteten verbessert, da bessere Übergänge zwischen den Einzelmaßnahmen gestaltet werden.

Projektziel

Das Projekt CiSoTRA hatte zum Ziel, innovative Strategien und gute Praktiken zur sozialen Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bis hin zum frühen Erwachsenenalter zu entwickeln und zu erproben. Hierbei ist ein guter Übergang vom System der Jugendhilfe in das allgemeine Beschäftigungs- und Qualifizierungssystem entscheidend. Es braucht eine Qualifizierung der hauptamtlich mit unbegleiteten Minderjährigen arbeitenden Personen, stärkere Kooperation und Erfahrungsaustausch zwischen den Institutionen.

Rolle von ISOB

ISOB verantwortete die Anfangsstudie, unterstütze bei der Entwicklung der Bildungsmodulen und war für die interne Qualitätssicherung sowie Evaluation verantwortlich.

Produkte und Veröffentlichungen

  • Durchführung einer Anfangsstudie zum Stand gegenwärtiger Praxis und guter Praktiken  
  • Organisation eines internationalen und regionalen Erfahrungsaustausches von Fachkräften der Flüchtlingshilfe
  • Entwicklung und Durchführung eines Trainingskonzeptes für Entscheidungsträger:innen und hauptamtliche Unterstützer:innen unbegleiteter Jugendlicher mit Fluchterfahrung mittels Lernmanagementsystem
  • Entwicklung und Durchführung von Trainings- und Erlebnisworkshops für geflüchtete Jugendliche unter und über 18 Jahren einschließlich Dokumentation ihrer Bedürfnisse an verschiedenen Stellen des Integrationswegs
  • Entwicklung eines Modells sowie von Empfehlungen für bessere soziale Integration unbegleiteter Minderjähriger und junger Erwachsener durch bessere Abstimmung und Koordination zwischen den beteiligten Institutionen und Organisationen und Dissemination dieser Ergebnisse

Partnerschaften

Verbundpartner

  • Slowenien (Projektkoordination): Internationale Hochschule für sozialwissenschaftliche und Managementstudien in Celje 
  • Italien: Pegaso Online Universität in Neapel
  • Italien: Osservatorio Centro Studi Informática Giuridica Taranto 
  • Griechenland: Action Synergy SA in Athen
  • Türkei: Istanbul Bilgi University
  • Deutschland: Institut für sozialwissenschaftliche Beratung GmbH

Assoziierte Partner

  • Deutschland: Stadt Regensburg
  • Deutschland: Stadt München
  • Deutschland: Verein für sozialwissenschaftliche Beratung und Forschung e. V. 
  • Deutschland: Hochschule Fulda (Prof. Dr. Bettina Stoll)

Webseite und Soziale Netzwerke

Die Projektergebnisse stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung. Zudem können Sie sich für weitere Informationen gerne an unser Team wenden.